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Hier findet sich alles über Geschichte, Hintergründe, Selbstverständnis und Wirkungsweise von yap-cfd.

 Wer wir sind - was wir tunDie AnfängeDie Geschichte von yap-cfdyap-cfd heute
   

Wer wir sind - was wir tun

yap-cfd ist ein bundesweiter Zusammenschluß von Menschen, die versuchen, Brücken der Verständigung zu bauen und Not zu lindern, insbesondere solche, die durch menschliche Schuld entstanden ist und entsteht. Das zentrale Anliegen von yap-cfd ist es, nationale und kulturelle Vorurteile und Feindbilder in den Köpfen der Menschen abzubauen und gegenseitige Toleranz zu fördern. Als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe organisieren wir eigene Workcamps in Deutschland und vermitteln Jugendliche an Workcamps in bis zu 80 Ländern. Die Internationalen Begegnungen können insbesondere jungen Menschen das Kennenlernen und Erleben unterschiedlicher Kulturen und Sozialsysteme ermöglichen, die kritische Auseinandersetzung mit den eigenen kulturellen Vorstellungen fördern und eine Kommunikation über kulturelle Normen und Unterschiede anregen.

 

 

Die Anfänge

Der Vater des christlichen friedensdienstes ist der Elsässer Etienne Bach, damals Offizier der französischen Besatzungstruppe im Ruhrgebiet. Am Karfreitag des Jahres 1923 nahm er an einem deutschen Gottesdienst teil. Beim Abendmahl stand er neben dem Bürgermeister von Datteln, mit dem die Besatzer große Schwierigkeiten hatten. „Die Hand des Geistlichen zitterte, als wir aus demselben Kelch tranken und dasselbe Brot brachen", sagte Bach später über diesen Moment, aber auch: „ Die Herzen waren verändert." Nach diesem Erlebnis haben die beiden gemeinsam versucht, einerseits die Lebensumstände der Menschen am Ort zu verbessern und andererseits das Bild des französischen Besatzers in den Köpfen der Menschen zu verändern. Pfarrer Thomas Mämecke hat über diese Begegnung einen ausführlichen Artikel geschrieben, der hier als Download zur Verfügung steht. Christen aus Holland, Belgien, England und der Schweiz schlossen sich dieser Versöhnungsidee an und gründeten 1924 den „Kreuzritterorden", der später in „Christlicher Friedensdienst" umbenannt wurde. Im Zweiten Weltkrieg war es vor allem die Schweizerin Gertrud Kurz, die durch die Aufnahme und Versorgung von Kriegsflüchtlingen ein neues, bis heute aktuelles Arbeitsfeld begründete. „Mutter Kurz", wie sie genannt wurde, organisierte nach der Machtübernahme Adolf Hitlers zusammen mit anderen „Kreuzrittern" die Versorgung von Tausenden von Flüchtlingen mit privat gesammelten Kleidern, Lebensmitteln und Geschirr und ihre Aufnahme in speziellen „Kreuzritterheimen".

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Die Geschichte von yap-cfd

Bereits 1924 gründeten Christen aus Holland, Belgien, England und der Schweiz in Liévin in Belgien den „Kreuzritterorden", der später in „Christlicher Friedensdienst" (cfd) umbenannt wurde. Der cfd wurde in Deutschland schon bald nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten verboten. Ebenso ging es dem Mouvement Chretien pour la Paix (MCP) nach der Besatzung Frankreichs. Einzelpersonen versuchten jedoch auf privater Basis Kontakt zu den aktiven Flüchtlingshelfern in der Schweiz zu halten. Nach dem Krieg ist das Gedankengut des cfd von der Schweiz wieder nach Deutschland und Frankreich zurückgebracht worden. Die Ideen haben sich schnell in Europa ausgebreitet. So sind bald auch in Italien, den Benelux-Ländern, England und anderen europäischen Ländern wie z.B. Malta und Portugal cfd-Zweige gegründet worden. Später wurden Kontakte zu Friedensaktivisten in Algerien und Palästina geknüpft. Nach dem Zusammenbruch des Warschauer Pakts haben sich Initiativen aus osteuropäischen Ländern z.B. aus Lettland, Litauen, Rumänien und Ungarn angeschlossen. Alle fühlen sich einer Gemeinschaft zugehörig. Dies wird auch in der bildlichen Sprache deutlich, die von den einzelnen nationalen Zusammenschlüssen als "Zweigen" spricht. Der bundesdeutsche Zweig des cfd konzentrierte sich nach dem Krieg auf internationale Begegnungen und Jugendaufbaulager und beteiligte sich am Widerstand gegen die Atombewaffnung zur Zeit des kalten Krieges.

 

In den 60er und 70er Jahren wandelte sich der cfd von einer personenbezogenen Bewegung zu einem Verein mit Geschäftsstelle und ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen. Sowohl der Vereinsgründung (1967) als auch der Neuformulierung des Selbstverständnisses (1975) gingen mehrjährige Diskussionsprozesse im cfd voraus. Anfang der 80er Jahre nahm die Aktion „Hungern nach Frieden und Gerechtigkeit", in der der Zusammenhang von Rüstung und Hun-ger thematisiert wurde, einen wichtigen Platz im cfd ein. Die Aktion verknüpfte das Engagement von entwicklungspolitischen Gruppen, Friedensgruppen und Gemeinden. Ein zweiter Schwerpunkt war in dieser Zeit die Versöhnung mit den Völkern der Sowjetunion. In den 90er Jahren kam die Friedensarbeit im ehemaligen Jugoslawien hinzu.

 

Die nationalen Partnerorganisationen des cfd sind in einem internationalen Dachverband zusammengeschlossen. Der Verband hieß lange Zeit "Christian Movement for Peace" (CMP), wurde jedoch 1994 in "Youth Action for Peace" (YAP) umbenannt, um seine Offenheit für alle Religionen zu dokumentieren. Dem folgte der cfd im Jahre 2000 indem er sich in yap-cfd um benannte. Zweimal jährlich trafen sich Delegierte aller YAP-Zweige auf einer Konferenz um ihre Arbeit abzustimmen und gemeinsame Projekte zu planen. Ein zentrales Büro in Brüssel versorgte die YAP-Zweige zusätzlich mit Informationen und macht internationale Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit. Im Rahmen von YAP International wurden zahlreiche zentralisierte Freiwilligendienst-Projekte und internationale Seminare angeboten. Aufgrund finanzieller Probleme und dem Mangel an persönlichen Ressourcen bei vielen Zweigen, stellte das Netzwerk 2009 seine Arbeit ein. yap-cfd beendete seine Mitgliedschaft und ist nun Teil eines lockeren Netzwerkes von Freiwilligendienstorganisationen in nahezu 80 Ländern.

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yap-cfd heute  

Seit August 2013 ist yap-cfd ein Projekt von ICJA Freiwilligenaustausch weltweit. Unter dem Namen yap-cd workcamps werden im Frankfurter Büro die deutschen und internationalen Workcamps organisiert und angeboten.