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Erlebnisbericht über einen Freiwilligendienst
in Costa Rica bei Primera mano Wir waren vom 18 Oktober 2007 bis
zum 14 April 2008 für sechs Monate an der schönen Pazifikküste
Costa Ricas. Wir lebten dort zu zweit in einer Gastfamilie, hatten allerdings
unser eigenes kleines Häuschen. Dieses war sehr einfach eingerichtet aber
wir hatten alles was wir benötigten(WC, Kühlschrank usw.). Auch unsere
Gastfamilie war sehr nett und hat sich sehr viel Mühe gegeben, dass wir uns
sehr schnell eingelebt haben. Im Dorf haben immer noch zwei andere deutsche
Freiwillige gelebt, die auch mit uns an der selben Schule unterrichtet haben.
Diese Schule ist eine kleine Dorfschule, in der ungefähr zwanzig Kinder unterrichtet
werden. Zu Beginn haben wir ausschließlich Englisch unterrichtet, später
kam dann noch Sport und Kunst dazu. Im laufe der Zeit haben wir auch noch in einer
weiteren Schule in dem Nachbardorf in etwa die selben Kurse angeboten. Weitere
Aufgaben von uns bestanden darin, für die alljährlichen Veranstaltungen
des Kulturvereines AICA (Turtle- Day, Festival Intercultural) zusammen mit den
Kindern Aufführungen oder Spielnachmittage vorzubereiten. Des Weiteren war
es auch unsere Aufgabe die Kinder in den Ferien zu beschäftigen, dazu gehörten
auch längere Projekte wie zum Beispiel das Streichen der Schule. Da wir
die ersten Freiwilligen in diesem Projekt waren, war alles zu Anfang etwas ungeordnet
und wir hatten auch nicht so viel Arbeit. Dafür hatten wir aber auch sehr
viel Entscheidungsfreiheit und konnten das Projekt aktiv mitgestalten. Vor Ort
gibt es eine deutsche Betreuerin an die man sich mit allen Fragen wenden kann,
was am Anfang gut ist um sich einzugewöhnen. Natürlich gab es auch einige
Meinungsverschiedenheiten mit unserer Betreuerin, was wahrscheinlich aber normal
ist. Der Beginn für uns in Costa Rica war allerdings nicht so einfach,
da wir nur sehr wenig Spanisch sprachen. Doch die Einheimischen in unserem Dorf
waren alle sehr aufgeschlossen und haben uns das Spanischlernen erleichtert, sodass
wir am Ende keine Probleme mehr mit der spanischen Sprache hatten. Auch die
Lage des Projektes ist wunderschön. Das Dorf liegt nur etwa 15 Minuten zu
Fuß vom Strand entfernet und zum nächsten kleineren Städtchen
Samara ist es auch nicht sehr weit. Mit dem Fahrrad benötigt man nach Samara
etwa 30 Minuten. Samara ist ein schönes kleines Surferstädtchen. Es
ist etwas touristisch was allerdings auch eine gute Abwechslung zu dem typischen
Dorfleben bietet. In Samara kann man mittags einkaufen oder in ein Internetcafe
gehen und auch abends bietet es durch Discos oder einige Restaurants die Möglichkeit
wegzugehen. Man sollte sich allerdings gut überlegen zu welcher Zeit
man nach Costa Rica geht. Wir waren während der Trockenzeit, was auch sehr
zu empfehlen ist. Denn zum einen kann man sich während der Regenzeit kaum
fortbewegen, da einfach viele Straßen gesperrt sind und man somit ziemlich
festsitzt, und zum anderen kann man viele Dinge wie zum Beispiel den Strand bei
Sonne einfach besser genießen. Auch das Rumreisen ist bei Regen bestimmt
nur halb so schön, wenn überhaupt möglich. Wir hatten in unserem
Projekt immer die Möglichkeit an den Wochenenden rumzureisen oder auch mal
eine Woche zu verreisen zwecks Visa (hierzu empfehlen wir Panama mehr als Nicaragua)
Wir hielten es auch für sinnvoll mehr von diesem wunderschönen
Land und seinen Nachbarländern kennen zu lernen und sind deswegen am Ende
unseres Aufenthaltes noch drei Wochen rumgereist. Insgesamt hatten wir durchweg
nur positive Erfahrungen und kommen auch auf jeden Fall wieder zurück nach
Costa Rica.
Von Nora Mayer und Laura Roth | |