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 Workcamper peppen Kinderspielplatz auf
Internationales Team arbeitet für die Stadt Neu-Isenburg

Aus Korea, Spanien, Ägypten, Serbien, Tschechien, Russland und der Ukraine stammen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines internationalen Workcamps, das von der Stadt Neu-Isenburg unterstützt wird. Die jungen Leute möbeln den Spielplatz am kommunalen Kinderhaus auf.


Neu-Isenburg · 29. Juli · Ganz schön heiß hier! Schweißgebadet machen die jungen Workcamper am Ende dieses schwülen Freitags Feierabend. Und nach gut einer Woche harter Arbeit auf dem Gelände des kommunalen Kinderhauses an der Friedrichstraße kann sich das Ergebnis ihres Einsatzes schon sehen lassen. Der noch als Baustelle gesicherte Kinderspielplatz ist schon um so manche Attraktion reicher geworden. Noch bis zum 10. August malochen die 14 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des internationalen Workcamps in Neu-Isenburg - mit Unterstützung der Stadt. Am Ende soll der Spielplatz wieder eine echte Attraktion für das Viertel sein.

Die Idee, weltweit Workcamps aufzuschlagen, stammt vom Christlichen Friedensdienst in Frankfurt. 1998, beim ersten Camp dieser Art in Neu-Isenburg, machte die Crew den Wilhelmsplatz schicker. Fünf weitere Camps folgten seitdem. In diesen Ferien sind 14 junge Frauen und Männer mit von der Partie - aus Korea, Spanien, Ägypten, Serbien, Tschechien, Russland und Ukraine. In der Tat am weitesten von daheim weg sind Lee Hajer und Gyu-Ri Kim sowie Eun-Mi Park, die mit 26 Jahren die älteste der Gruppe ist. Die drei Südkoreanerinnen haben wie alle anderen Workcamper auch die Reise selbst bezahlt, um sich im Ausland für die Allgemeinheit zu engagieren und dabei neue Leute aus aller Welt kennen zu lernen. Eun-Mi Park hatte es schon 2002 nach Neu-Isenburg verschlagen, als Workcamper ein zweites Mal auf dem Wilhelmsplatz zu Werke gingen. Die koreanische Lehrerin pflegt seitdem freundschaftliche Beziehungen zu Neu-Isenburg.
Für sie ist es somit kein Kulturschock, wenn Uta Kamuf, Sascha Sieber und Michael Remetin vom städtischen Betreuerteam die Workcamper zum "Hessischen Abend" bei Apfelwein und Handkäs? mit Musik einladen. Deutsche Hausmannskost sei eine willkommene Abwechslung zur asiatischen Küche, meint die Koreanerin.

"Es ist ja so", sagt Sascha Sieber, "dass unabhängig von der Nationalität schnell Kontakte geknüpft werden". Untereinander verständigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Englisch. Inzwischen haben sie sich auch mit Mitarbeitern vom kommunalen Dienstleistungsbetrieb angefreundet, die dem Team mit professionellem Werkzeug unter die Arme greifen. Das Konzept für die Neugestaltung des Platzes stammt auch vom DLB. Unter anderem entsteht dort eine große Feuerstelle - drumherum liegen Steine in Schneckenform. Neue Sitzgruppen werden geschaffen. Am Wochenende ruht die Arbeit. Dann stehen Ausflüge auf dem Programm. Morgen geht?s gemeinsam zum Langener Badesee. "Und selbstverständlich wird auch viel gefeiert", sagt Sascha Sieber. Alle
wohnen im Kinderhaus, wo der städtische Jugendpfleger Matthias Runge
regelmäßig nach dem Rechten schaut.

Autor: Martin Feldmann