|
FAQ - Was Du über Workcamps
wissen solltest:
Was ist überhaupt
ein Workcamp? Wer kann an
einem Workcamp teilnehmen? Gibt es eine Altersbeschränkung?
Ich werde erst im Herbst 18, kann ich trotzdem teilnehmen?
Was kostet die Teilnahme? Was kostet
die mehrmalige Teilnahme? Welche Fahrtkosten habe
ich? Warum kostet die Teilnahme an einem Workcamp
in Übersee so viel? Was bedeuten die Abkürzungen
in den Workcampbeschreibungen? Wie kann ich mich anmelden?
Kann ich mich gemeinsam mit einer Freundin/einem Freund anmelden?
Gibt es eine Anmeldefrist? Wie kann ich
erfahren, ob noch ein Platz frei ist? Wann und warum ist
ein Vorbereitungsseminar sinnvoll? Wie läuft das
mit der An- und Abreise und einem Visum? Was muss
ich bei der Beantragung eines Visums oder bei der Einreise als Zweck der Reise
angeben? Welche Sprachen
werden gesprochen? Wie ist die Unterkunft und Verpflegung?
Wie muss ich mir die Arbeit vorstellen? Wie
sieht es mit Freizeit und dem Studienteil aus? Wann
genau muss ich ankommen? Welche
Versicherungen brauche ich? Weshalb
wird bei manchen Workcamps ein "motivation letter" gefordert?
Was soll ich in einem "motivation letter" schreiben?
Muss ich christlich sein, um an Euren Programmen
teilnehmen zu können? Was
ist überhaupt ein Workcamp? Ein Workcamp ist eine internationale
Jugendbegegnung, bei der junge Erwachsene aus vielen verschiedenen Ländern
für 2 bis 4 Wochen zusammen leben und arbeiten. Neben der täglichen
Arbeit von vier bis sechs Stunden haben die Workcamps in der Regel einen inhaltlichen
Studienteil, der den Teilnehmenden die Gelegenheit gibt zur Diskussion und inhaltlicher
Auseinandersetzung mit einem Thema. Das erleben unbekannter Sprachen, Kulturen,
Religionen, das sich einlassen auf alternative Lebens- und Arbeitsformen ist immer
wieder spannend und herausfordernd für alle Beteiligten. > Siehe auch:
Jugendaustausch durch Workcamps - wie
funktioniert das?
Wer
kann an einem Workcamp teilnehmen? Die Workcamps sind offen für
alle Interessierten mit Wohnsitz in Deutschland, die Lust haben für ein paar
Wochen in einer multinational zusammengesetzten Gruppe zu leben und gemeinnützig
zu arbeiten. nach oben
Gibt es eine Altersbeschränkung?
Das Mindestalter für die Teilnahme an Workcamps liegt bei 18 Jahren.
Das Durchschnittsalter liegt erfahrungsgemäß bei 20-26 Jahren. Bei
vielen Projektpartnern, vor allem im aussereuropäischen Ausland sind auch
ältere Freiwillige gerne gesehen. Bei Interesse für ein Workcamp für
ältere Menschen bitte uns eine mail schicken oder uns anrufen, wir versuchen
dann etwas passendes zu finden. Ein externer link für Freiwilligendienste
für Menschen über Dreissig findest Du hier.
Jugendliche zwischen 15-17 Jahren können an den Teenage-Workcamps im Ausland
teilnehmen. Infos zu Teenagecamps gibt es
hier
Ich
werde erst im Herbst 18, kann ich trotzdem teilnehmen? Leider nicht,
unsere Projektpartner im Ausland können da aus Versicherungsgründen
keine Ausnahme machen. Du kannst jedoch an ausgewählten Camps in Deutschland
oder an den Teenage-Workcamps teilnehmen. Infos zu Teenagecamps gibt es hier nach
oben
Was kostet die Teilnahme?
Für die Teilnahme an einem Workcamp entstehen folgende Kosten:
77,-€ Anmeldegebühr für ein Workcamp in Deutschland 99,-€
Vermittlungsgebühr für ein Workcamp im Ausland +20,-€ für
ein Vorbereitungsseminar bei Workcamps in Afrika, Asien und Lateinamerika
Die An- und Rückreise muss selbst organisiert und finanziert werden.
Sollte bei der Campbeschreibung noch eine zusätzliche "Participation
Fee" angegeben sein, so ist diese erst vor Ort bei der veranstaltenden Organisation
des Workcamps zu zahlen! Was
kostet die mehrmalige Teilnahme an einem Workcamp? Wenn Du Dich für
zwei Workcamps anmeldest, musst Du dennoch nur einmal die Vermittlungsgebühr
von 99,- bei uns bezahlen. Eventuelle zusätzliche Gebühren vor Ort (zb.
in Afrika, Asien und Lateinamerika) musst Du weiter jeweils für jedes Camp
bezahlen. Welche Fahrtkosten
habe ich zu einem Workcamp? Die An- und Rückreise muss selbst
organisiert und finanziert werden. In der Regel gibt es keine Möglichkeit
eine Erstattung zu erhalten. Es gibt eine Ausnahme, die dann in der Beschreibung
der Workcamps extra hervorgehoben wird: Bei bilateralen oder trilateralen Workcamps
in Frankreich gibt es einen Teil der Reisekosten zurück. Die Höhe der
Erstattung wird anhand einer Tabelle ermittelt und kann erst genannt werden, wenn
die Orte von An- und Abreise bekannt sind. Warum
kostet die Teilnahme an einem Workcamp in Übersee so viel? Tatsächlich
habt Ihr alles in allem viel Geld zu bezahlen um drei Wochen ehrenamlich arbeiten
zu können. Hier ist eine kurze Erläuterung, wie die Kosten zustande
kommen: Ein großer Teil der Kosten sind Reisekosten. Wenn Ihr für
drei Wochen in Deutschland ein Praktikum machen würdet, wäre es auch
selbstverständlich, daß Ihr die Anreise zum Praktikum selbst bezahlt.
Dies gilt nun mal auch für ein Engagement im Ausland. Zum Preis der Vermittlung
durch uns: Der Preis (derzeit 99,- Euro) für die Vermittlung durch uns ist
ein keiner Weise kostendeckend. Wir fahren jedes Jahr zu einer internationalen
Programmkonferenz, erstellen jedes Jahr ein Programm im Internet und halten es
aktuell. Ein großer Bestandteil der Vermittlung ist eine vielfältige
Beratung, dies auch an Interessenten die nachher nicht durch uns vermittelt werden.
Die Gebühr für das Workcamp vor Ort errechnet sich durch die Kosten
für Unterkunft und Verpflegung und einem Anteil an die gastgebende Organisation.
Unterkunft und Verpflegung würden von einer Praktikumsstelle in Deutschland
auch nicht gestellt werden können. Umso weniger kann dies eine Organisation
in einem armen Land leisten. Unsere Partner in Übersee erhalten keinerlei
öffentliche Förderung, deshalb müssen sie, um zu überleben
auch einen Teil der Gebühren für sich verwenden. Was
bedeuten die Abkürzungen in den Workcampbeschreibungen? Vorne
steht ein Kürzel für den Namen der Partnerorganisation, dann die Campnummer,
Ort, Land, Zeitraum de Camps, Art/Thema des Camps und am Ende die Anzahl der Volunteers.
Die gängigen Abkürzungen zur Kennzeichnung eines Workcamps sind hier
erklärt Wie kann
ich mich anmelden? Zur Anmeldung einfach unser Anmeldeformular downloaden
und an uns senden (Fax oder Post) sowie die Vermittlungebühr überweisen.
Detaillierte Infos zur Anmeldung gibt es hier nach
oben
Kann ich mich gemeinsam
mit einer Freundin/einem Freund anmelden? Ja, wir versuchen dann eine
gemeinsame Platzierung, können diese jedoch nicht garantieren, da nicht zu
viele TeilnehmerInnen aus einer Nation dabei sein sollten. Gibt
es eine Anmeldefrist? Nein, die Platzierungen erfolgen einfach nach
Reihenfolge der Anmeldungen. Ist das Workcamp voll gibt es keinen Platz mehr ....
Wer ein bißchen flexibel in Bezug auf Projektart und Land ist, kann auch
noch kurzfristig vermittelt werden. Solltest Du ein bestimmtes Ziel haben, empfiehlt
sich eine baldige Anmeldung. Wie
kann ich erfahren, ob noch ein Platz frei ist? In der Regel sind in
den Workcamps, die auf den Länderseiten
online stehen, auch noch Plätze verfügbar d.h. dass eine telefonische
Nachfrage vor der Anmeldung nicht nötig ist. Du kannst auch auf einer Suchmaschine
selbst recherchieren. Bitte beachte, daß sich bei den tausenden von Workcamps,
die inzwischen angeboten werden, die Aktualisierung nicht immer gewährleistet
ist. Erst mit Deiner Anmeldung können wir einen Platz bei der Partnerorgansiation
reservieren. Sollte dann das Camp inzwischen ausgebucht sein, bekommst Du die
Vermittlungsgebühr selbstverständlich zurück.
nach
oben Wann gibt es Vorbereitungsseminare
und warum sind sie sinnvoll? Für Workcamps in Afrika, Asien und
Lateinamerika ist die Teilnahme an einem Vorbereitungsseminar Voraussetzung. Diese
Vorbereitung ist nach unserer Erfahrung sehr sinnvoll. Unsere Vorbereitungsseminare
und Auswertungstreffen sind daher Bestandteil des gesamten Workcamp-Programms.
In den Vorbereitungsseminaren werden die Partnerorganisationen und deren Projekte
vorgestellt. Ihr bekommt einen Eindruck von Inhalt und Ablauf Eures Workcamps
und erhaltet wichtige Infos für die Reise. Ausserdem werden wir uns mit dem
Verhältnis zwischen den reichen Ländern des Nordens und den sogenannten
Entwicklungsländern beschäftigen. Dies kann sich auf viele Dimensionen
beziehen: auf die eigene Rolle als reicher Tourist, auf die Frage was Entwicklung
bedeutet, auf die Auswirkungen der Globalisierung etc. Neben landeskundlichem
Informationen werden auch interkulturelles Training zur Vorbereitung auf häufig
auftretende Probleme und Missverständnisse angeboten werden. Der Termin
für 2011 17.06. - 19.06.2011 in Zornheim (nahe Mainz) Wie
läuft das mit der An- und Abreise zum Workcamp und einem Visum?
Wir vermitteln Euch nur die Plätze in ein Workcamp. Die Teilnehmenden organisieren
und bezahlen ihre Anreise zum Workcamp und die Rückfahrt selbst. Daher ist
es notwendig, sich vorher selbst über die jeweiligen Einreisebestimmungen
und Visavorschriften des Ziellandes zu informieren. Das Auswärtige
Amt oder die entsprechenden Botschaften geben in diesen Fällen Auskunft.
Unsere Partnerorganisationen in Übersee holen manchmal die Teilnehmenden
vom Flughafen ab. Bitte teile uns, oder wenn auf dem Infosheet der Partnerorganisation
ein Kontakt angegeben ist, dem Projektpartner rechtzeitig Deine Ankunftszeit mit.
nach oben Was
muss ich bei der Beantragung eines Visums oder bei der Einreise als Zweck der
Reise angeben? Da ein "Freiwilligendienst" im Regelwerk der
Grenzbeamten dieser Welt nicht existiert und "voluntary work" oder "workcamp"
sich für sie eventuell nach illegaler Erschleichung einer Arbeitsstelle anhört,
solltest Du solche Begriffe meiden und als "Tourist" einreisen.
Welche Sprachen werden gesprochen?
Die Campsprache ist meistens Englisch. Da die Teilnehmenden aus vielen verschiedenen
Ländern kommen werden je nach Teilnehmern auch andere Sprachen gespochen.
Jedes Workcamp bietet den Teilnehmenden gute Möglichkeiten zur Erweiterung
des Wortschatzes in einer Fremdsprache und die Anwendung des Gelernten im Umgang
mit anderen. Da Workcamps keine sozial abgeschotteten Inseln darstellen und der
Kontakt zu den Menschen vor Ort eine wichtige Bedeutung hat, spielt die Landessprache
natürlich auch eine besondere Rolle. Doch Perfektion wird von niemandem erwartet,
und wir möchten auch Jugendliche , die keine so umfassenden Kenntnisse in
einer Fremdsprache haben, ausdrücklich zur Teilnahme ermuntern. Wie
ist die Unterkunft und Verpflegung? Unterkunft und Verpflegung sind
im Preis inbegriffen. Die Unterkunft ist in der Regel einfach, z.B. mit Schlafsäcken
und Luftmatratzen in einem Jugendhaus, manchmal auch im Zelt. Die Mahlzeiten werden
von den Teilnehmenden, wenn es keine Gemeinschaftsküche gibt, im das Workcamp
selbst zubereitet. Wie muss ich
mir die Arbeit vorstellen? Die Arbeit wird von fachkundigem Personal
des Workcamps angeleitet. Es erklärt, wie Löcher gebohrt werden und
gespachtelt wird, welche Pflanzen wohin gesetzt werden, was Unkraut und was Nutzpflanzen
sind oder was die Kinder, die betreut werden, von den Teilnehmenden erwarten.
Die Teilnehmenden sollten entsprechende Arbeitskleidung mitbringen. Die von
einem Workcamp geleistete Arbeit steht nicht in Konkurrenz zu bezahlter Arbeit.
Die Workcamps sind in der Regel kleine Vereine, die auch vorwiegend durch unbezahlte
Arbeit getragen werden. Sie sind wie wir der Ansicht, daß die gemeinsame
Arbeit an einem sinnvollen sozialen und/oder politischen Workcamp für die
Gruppe und für den Einzelnen eine wichtige Lebenserfahrung ist. nach
oben Wie sieht es
mit Freizeit und dem Studienteil aus? Die Freizeit ist ein wichtiger
Teil der Jugendbegegnung. Ausflüge, Fahrten, Wanderungen, Besichtigungen
bieten den Teilnehmenden die Möglichkeit, Land und Leute kennenzulernen.
Sie bekommen einen Eindruck von der Lebensweise und Kultur ihres Gastlandes. Oft
sind die Gruppenaktivitäten, die in der Freizeit stattfinden, dem Studienthema
des Workcamps zugeordnet. Das beherbergende Workcamp und die Teamenden haben schon
vor Beginn der Jugendbegegnung ein mögliches Rahmenprogramm zusammengestellt.
Dies wird je nach den Interessen der Teilnehmenden verändert und erweitert.
Bei den Workcamps in anderen Ländern steht oft kein Thema im Vordergrund,
da der gemeinsame Alltag in einer interkulturellen Gruppe genügend Anregungen
für Diskussionen bietet. Wann
genau muss ich ankommen? Die Daten des Workcamps geben jeweils den
ersten und letzten Tag Eures Aufenthaltes an. Ist der Zeitraum beispielsweise
mit 10.06.-30.06. angegeben, solltet Ihr im Laufe des 10.06 anreisen und könnt
vom frühen Morgen des 30.06 an abreisen. Welche
Versicherungen brauche ich? Die Versicherung bei den Workcamps ist
sehr unterschiedlich geregelt. Bei Fahrten ausserhalb von Europa empfehlen wir
Euch den Abschluss einer eigenen Reise- und Krankenversicherung. Bitte informiert
Euch bei Eurer Krankenkasse über die Bedingungen mit Eurem Gastland und laßt
Euch bei Reisen in EU-Länder die Europäische Versicherungskarte (European
Health Insurance Card - EHIC) geben. Als TeilnehmerInnen in einem deutschen Workcamp
werdet Ihr für den Fall einer Insolvenz von yap-cfd gemäß §
651 BGB versichert. Dazu bekommt Ihr einen Versicherungschein zugeschickt. Außerdem
seit ihr als Ehrenamtliche gegen Haftpflicht und Unfall versichert. Weshalb
wird bei manchen Workcamps ein "motivation letter" gefordert?
Manche Workcamps haben einen recht anspruchsvollen Inhalt oder finden in einem
sensiblen sozialen Umfeld statt, beispielsweise Projekte mit Straßenkindern
oder mit indigener Bevölkerung. Manche Projekte erfordern auch Verantwortungsbereitschaft
und ein besonderes gesellschaftliches Engagement. Leute, die einfach nur günstig
Urlaub machen wollen, wären da eine Belastung für das Workcamp. Beispielsweise
wenn es darum geht, behinderte Menschen zu begleiten. Was
soll ich in einem "motivation letter" schreiben? Wenn es
nicht schon auf der entsprechenden Seite eine Vorlage zum Runterladen gibt, kannst
Du Dich beim Schreiben eines Motivationsbriefes an folgende Fragen halten: ,
- Vorherige Erfahrungen und ehrenamtliches Engagement? - Deine Motivation
das Projekt kennen zulernen und daran mitzuarbeiten? - Welche Fähigkeiten
und Begabungen bringst Du mit? - Sprachkenntnisse? Nicht vergessen:
Am wichtigsten ist Euer persönliches Engagement und Interesse, das müsst
Ihr darstellen
Das ist keine Bewerbung für eine Stelle für die
Ihr Euch möglichst gut darstellen müsst. Die Sprache im Motivationsbrief
ist, wenn nicht anders angegeben, Englisch. Muss
ich christlich sein, um an Euren Programmen teilnehmen zu können?
Du musst nicht christlich sein, sondern bereit sein, Dich für etwas Gemeinnütziges
zu engagieren. Workcamps, wie wir sie verstehen, sind offen für alle Menschen.
Es soll ja um einen Austausch zur gegenseitigen Bereicherung gehen, da ist es
wenig sinnvoll, von vorneherein Leute wegen ihrer Glaubenszugehörigkeit auszusperren.
nach oben |